Vogelfutter-Philosophie

Überwiegend füttere ich Sonnenblumenkerne an „meine“ Vögel draußen und ich habe schon vor Jahren bei Walter Weinbrenner gesehen, wie er aus der Masse viel „Beifang“ aussortiert. Das mache ich seither auch, denn es sind abgebrochene Ästchen, die müssen herausgelesen werden, weil sie sonst das Nachrutschen des Futters im Silo verhindern. Auch Reste vom Blütenboden sind oft dabei, die stören zwar kaum, aber ich nehme sie trotzdem heraus.

Dabei fahre ich mit den Händen durch den vollen Eimer und durch das Wenden kommen diese Stückchen zutage. Weg damit! Das Gefühl ist aber sehr angenehm an den Händen, die Kerne sind nicht weich, aber die ganze Masse gibt leicht nach und fühlt sich so wunderbar „rieselig“ weich an. Das ist Ayurveda für Arme........

In diesem Jahr waren auch schon tote Marienkäfer und Feuerwanzen dabei, die lasse ich natürlich drin, den Vögeln bietet das bestimmt eine kleine Abwechslung.

Doch wie kommt es, dass diese Insekten hier untergemischt sind?
Waren sie schon tot bei der Sonnenblumenkern - Ernte?
Konnten sie bei den modernen Maschinen nicht rechtzeitig davonfliegen?
Werden sie ab und zu beigegeben, damit Menschen wie ich zum Nachdenken kommen?
Oder sich gar davor ekeln?
Wo kommen sie her?
Aus Worpswede?
Aus dem Bayerischen Wald?
Oder gar aus Großheppach?

Und dann die schlagartig klare, leuchtende Antwort: Logo, aus einem Beutel aus PVC (wo immer das liegen mag)!

Also Philosophieren bringt einen doch weiter, irgendwie.....

16.01.2015 / William Patrick